Gemeinsam unterwegs

Zu schnell vorbei, aber gut war unsere Neuenfahrt in diesem Jahr. Mit vier vollen Bussen ging es am Freitag zum Schloss Hundisburg nahe Magdeburg. Die Schlossherberge bietet uns schon seit Jahren ein gutes Quartier. Auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht: urig, schlicht und günstig.

 

Nach einer entspannten Anreise am Freitagabend machten sich unsere Einkäufer gleich auf den Weg in den nächsten Supermarkt und besorgten sozusagen alles, was wir zum Leben brauchen…  Als einige Zeit später auch der letzte Bus eintraf, stand das Essen schon auf dem Tisch.

 

Nach einem langen Abend mit Spielen und Singen und nach einer kurzen Nacht ging es am Samstag nach Magdeburg. Dort standen eine Domführung und der Besuch des neuen Ottonianums, des Dom-Museums, im Programm. Während die Führung durch den Dom interessant und anregend war, gehen die Meinungen über das Ottonianum auseinander und reichen von richtig gut bis enttäuscht.

 

Keine Enttäuschung war dann am frühen Abend die Besichtigung der kleinen Schlossbauerei in Hundisburg. Nach einigen vergeblichen Versuchen konnten wir in diesem Jahr den Verein, der sich dort engagiert, gewinnen, just an dem Tag zu brauen, an dem wir am Ort waren. Der Brauereibesuch konnte natürlich nicht ohne Verkostung über die Bühne gehen, und da das Bier für gut befunden wurde, gab es gleich noch paar Liter für den weiteren Abend mit in die Herberge…

 

Der Sonntag begann mit einem Morgengebet und der Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs. Das hatte sich an diesem Tag zum 100. Mal gejährt. Es folgte ein leckeres, ausgedehntes Frühstück mit viel Kaffee und dann ging es zum Gottesdienst ins nahe Haldensleben.

 

Zurück in der Schlossherberge wartete nach der kalten Kirche glücklicherweise wieder ein guter, heißer Kaffee auf uns und auch das schon fast fertige Mittagessen.

 

Allmählich galt es an die Rückreise zu denken. Während einige anfingen, die Sachen zu packen, deckten andere den Tisch und wir alle ließen wir es uns dann beim Reste-Essen noch einmal lecker schmecken.

 

Sehr schön war dann noch einmal – man glaubt es kaum – das gemeinsame Aufräumen. Jeder und jede, Alte und Neue fassten mit an und nahezu im Handumdrehen waren der Abwasch erledigt, die Räume geputzt und alles in den Bullis verstaut, was dort hinein musste.

 

In Halle angekommen, verabschiedeten wir uns mit dem guten Gefühl, gemeinsam drei richtig schöne Tage verbracht zu haben. Und schon jetzt steht fest: In einem Jahr werden wir wieder dort sein im Schloss Hundisburg.