Unsere Welt ändern

Menschen jubeln Geld zu

 

Vielleicht habt Ihr das auch schon erlebt: Da möchte ich etwas unbedingt haben, ganz dringend. Tage, Woche, vielleicht Monate hoffe ich darauf… Dann kaufe ich es, besitze es, und plötzlich ist der Reiz fort. Der Glanz verblasst, und in einem stillen Moment frage ich mich: Warum musste ich das jetzt so unbedingt kaufen?

 

In „Laudato si“ schreibt Papst Franziskus: „Da der Markt dazu neigt, einen unwiderstehlichen Konsum-Mechanismus zu schaffen, um seine Produkte abzusetzen, versinken die Menschen schließlich in einem Strudel von unnötigen Anschaffungen und Ausgaben…“ Wo führt uns das hin? Franziskus sieht die Gefahr, dass die Versessenheit auf einen konsumorientierten Lebensstil nur „Gewalt und gegenseitige Zerstörung“ auslösen wird.

 

Zugleich hält er den Menschen – uns – für fähig, doch das Gute zu wählen und sich zu bessern: „Es gibt keine Systeme, die die Offenheit für das Gute, die Wahrheit und die Schönheit vollkommen zunichte machen und die Fähigkeit aufheben, dem zu entsprechen“. Diese Fähigkeit sei es ja schließlich, „der Gott von der Tiefe des menschlichen Herzens aus fortwährend Antrieb verleiht.“ Jeden Menschen dieser Welt bittet Papst Franziskus, diese seine Würde nicht zu vergessen.

 

Und er hofft auf eine Änderung unseres Lebensstils. Die, so meint er, könne dazu führen, einen „heilsamen Druck auf diejenigen auszuüben, die politische, wirtschaftliche und soziale Macht besitzen“. Das sei es, was die Verbraucherbewegungen erreichen, die durch den „Boykott gewisser Produkte auf das Verhalten der Unternehmen ändernd einwirken und sie zwingen, die Umweltbelastung und die Produktionsmuster zu überdenken“.

 

Das Kaufen oder Nicht-Kaufen ist darum nicht nur ein wirtschaftlicher Akt, „sondern immer auch eine moralische Handlung“, eine Frage der Solidarität mit unserer einen Welt.

 

Jede und jeder ist hier gefragt.

 

Mehr erfahren: Laudato si | Kapitel 6 #202ff. | Gebet für unsere Erde