Udo Lindenberg bei der Ausstellungseröffnung. Quelle: wikipedia.de
Udos Zehn Gebote: "Du sollst dir kein Bild machen"

Grenzsteine zur Freiheit

 

In Münster bin ich auf eine recht eigenwillige und zugleich anregende Interpretation der Zehn Gebote gestoßen. Kein anderer als Udo Lindenberg hat sich des Themas angenommen. Von seinen „Liqueurellen“ hatte ich ja schon gehört; dass er sich als bildender Künstler auch an biblische Themen wagt, war mir neu.

 

Manche Bilder lassen bei mir Fragen offen, andere finde ich einfach genial, mit spitzem Pinsel und absolut treffend gemalt!

 

Nachdenklich stimmt mich ein Text im Katalog zur Ausstellung. „Zehn Worte – Grenzsteine der größeren Freiheit“ ist er überschrieben. Der Hamburger Pfarrer Karl Schultz schreibt: „Wer sich gegenüber dem hemmungslosen Freiheitsbedürfnis heutiger Menschen auf die Zehn Worte berufen wollte, riskiert, verlacht oder auch bewusst oder unbewusst missverstanden zu werden. Angesichts der lebenszerstörenden Tendenzen unserer Zeit macht Udo den Versuch, die Zehn Worte so zu verstehen und zu interpretieren, dass sie nicht als pure moralische Zwangsjacke empfunden werden, sondern lediglich als so etwas wie Grenzsteine der größeren Freiheit.“

 

Dieser Gedanke gefällt mir. Ich bin sicher, Gott will uns nicht mit Verboten traktieren. Vielmehr zeigt er uns einen Weg. Die Zehn Gebote sind  uns Orientierung, Lebenshilfe; vielleicht so etwas wie Leitplanken auf dem Weg zum guten Leben, auf dem Weg zu werden, wozu Gott uns geschaffen hat: ein Mensch.

 

Bilder ansehen: udo-lindenberg.de