Unser Suchen nach Gott

Menschen und Schrift: We are the nation

 

Heute stelle ich ein Gedicht ein, das für mich gut in den Advent passt. Geschrieben hat des Andreas Knapp, ein Kleiner Bruder von Charles de Focauld. Bis vor kurzem lebte er in Leipzig. Das Gedicht kommt zunächst gar nicht so adventlich daher; aber wenn ich darüber nachdenke:
Es geht um Suchen, Sehnsucht, Umherirren. Und ums Warten.

  • Worauf warten wir eigentlich?
  • Und was macht dieses Warten mit uns?

  von gott aus gesehen

 

ist unser suchen nach gott
vielleicht die art und weise, wie er uns auf der spur bleibt

und unser hunger nach ihm das mittel

mit dem er unser leben nährt

 

ist unser irrendes pilgern

das zelt, in dem gott zu gast ist

und unser warten auf ihn

sein geduldiges anklopfen

 

ist unsere sehnsucht nach gott

die flamme seiner gegenwart

und unser zweifel der raum

in dem gott an uns glaubt 

 

Unser Warten ist Gottes Ankunft, was für eine beruhigende Botschaft.

 

Hier ein interessanter Beitrag über Andreas Knapp;
am Ende des letzten Semesters war er ja bei uns und hat mit uns Gottesdienst gefeiert >>> die-tagespost.de

Foto: Ludger Picker | Milles Garden / Stockholm | in pfarrbriefservice.de