Weg

Gut leben

 

Auf dem Weg durch mein bisheriges Leben gab es immer wieder Momente, in den ich mich fragte: Stimmt das so, stimmt mein Leben? Ist es das, was ich suche und will? Vermutlich haben Sie und habt Ihr selbst schon solche Situationen durchlebt.

 

Es ist gut, denke ich, sich diese oder ähnliche Fragen gelegentlich zu stellen:

  • Gefällt mir mein Leben, wie ich es gerade lebe?
  • Stimmen meine Ideen von meinem Leben?
  • Oder bilde ich mir etwas ein, habe ich mir manches nur schön zurecht gelegt?
  • Was will ich vom Leben, was erwarte und erhoffe ich mir?
  • Wofür möchte ich hier auf der Welt und unter den Menschen sein?

Das Nachdenken über diese Fragen kann uns weiterhelfen. Wir halten inne. Schauen zurück, auf das Jetzt und auch ein Stück nach vorn. Wir können natürlich nicht alles neu machen, aber vielleicht relativieren sich alte Vorstellungen, vielleicht kommen neue Ideen… Etwas anderes kann uns aber auch passieren: Ganz unerwartet durchkreuzt etwas unsere Pläne. Mit einem Mal ist alles anders. Das geschieht gar nicht so selten im Kleinen; es kann aber auch unseren ganzen schönen Lebensplan auf den Kopf stellen. In solchen Momenten ist es für uns Christen wichtig zu fragen, ob da vielleicht Gott selbst seine Hand im Spiel hat. Will Er mir damit etwas sagen?

 

Der Benediktiner Anselm Grün hat einmal formuliert: „Wir brauchen ein starkes Ich, um den Kampf des Lebens zu bestehen. Aber dann müssen wir das Ich immer auch loslassen, um in die eigene Mitte zu gelangen. Wir müssen vom Ich zum Selbst kommen.“ Das Selbst sei die Stimmigkeit mit meinem inneren Wesen, mein wahrer Personenkern. Das Selbst ist die Idee, die Gott von mir hat.

 

Mein Glaube an einen guten Gott hilft mir in solchen irritierenden Zeiten. Ich bin sicher, dass Er - wie mit den Emmaus-Jüngern - auch mit mir und uns unterwegs ist. Und brennt uns nicht manchmal auch das Herz...

DieseErfahrung und  Zuversicht, die Kraft, sich darauf einzulassen, wünsche Ihnen und Euch!