Regenbogen
Zeichen des Bundes | Foto: kathilda pfarrbriefservice.de

Hawking & Einstein

Vor wenigen Tagen ist Stephen Hawking gestorben. Wie ich gerade gelesen habe, soll er in Westminster bei Newton und Darwin beigesetzt werden. Ja, ohne Frage, Hawking war ein ganz Großer unter den Naturwissenschaftlern. und er war überzeugter Atheist. „Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert“, sagte er einmal, „(...) Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig.“

 

Da denke ich als Christ: Nun ja …

 

Ein anderer Popstar der Naturwissenschaften war Albert Einstein. Sicher ein ebenso großer Geist wie Hawking. Einstein hielt zwar wenig von – wie er sagte organisierten Religionen – doch ein Gott, eine „grenzenlos überlegene Vernunft“ war für ihn durchaus denkbar. Ein Wort von ihm: „Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich grenzenlos überlegene Vernunft - die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat diese kaum begriffen.“ Ein anderes Zitat: „Jene mit tiefem Gefühl verbundene Überzeugung von einer überlegenen Vernunft, die sich in der erfahrbaren Welt offenbart, bildet meinen Gottesbegriff…“.

 

Mir sagen diese Gedanken Einsteins sehr zu. Auch wenn er nicht von einem persönlichen Gott spricht, wie wir Christen glauben dürfen – von einem Du, das sich uns zuwendet, das ganz Liebe ist – so zeigen mir Einsteins Worte doch, dass es zwischen Wissenschaft und Glauben Brücken gibt.

 

Schon in meiner Jugend hat mir dieses Erkennen geholfen, trotz eines glaubensfeindlichen Umfelds zu einem eigenständigen Glauben zu finden. Zu Kraft und Mut, Christus auch dort zu bekennen, wo ihm Ablehnung entgegen gebracht wird. Trotz ähnlicher Worte, wie die Hawkings, als Christ in der Kirche zu leben.

 

Und schließlich: Was wäre das für ein Gott, der von einem Menschenhirn zu fassen wäre…