Hrabanus Maurus: Lehrer Germaniens

Der junge Hrabanus Maurus (links), unterstützt von seinem Lehrer Alkuin, dem Abt des Stifts St. Martin zu Tours (Mitte), überreicht dem Heiligen Martin, Erzbischof von Tours, von späterer Hand fälschlich als der Mainzer Erzbischof Otgar bezeichnet, sein W
Der junge Hrabanus Maurus (links), unterstützt von seinem Lehrer Alkuin, dem Abt des Stifts St. Martin zu Tours (Mitte), überreicht dem Heiligen Martin, Erzbischof von Tours, von späterer Hand fälschlich als der Mainzer Erzbischof Otgar bezeichnet, sein W

Seit dem 19. November erstreckt sich unsere KSG nun auch auf die Hochschule in Merseburg. Auch für die dort Studierenden sind wir in Halle nun Anlaufpunkt: ein Ort, der allen offen steht, die über Gott und die Welt diskutieren und über den Tellerrand hinausschauen, wie es auf unserer Webseite heißt.

 

Als Zeichen des Übergangs von Merseburg nach Halle hat uns die Merseburger KSG ein Porträt ihres Patrons Hrabanus Maurus mitgegeben. Dieses Bild, für das wir noch einen geeigneten Ort finden müssen, erinnert uns künftig an diesen wichtigen Tag und es erinnert uns an die Aufgabe, die wir mit dem gestrigen Tag übernommen haben.

 

Wir haben jetzt in Halle zwar kein neues Patronat. Wir sind weiter die KSG Thomas Morus. Aber ich denke, wir sollten die Erinnerung an Merseburger Patron auch in Halle wachhalten. Hrabanus war einer der ganz großen abendländischen Gelehrten und sein Ehrenname lautet Praeceptor Germaniae, Lehrer Germaniens.

 

Geboren wurde Hrabanus Maurus um 780 in Mainz. Er war ein Zeitgenosse Karls des Großen und in späteren Jahren Abt des Benediktinerklosters in Fulda und Erzbischof von Mainz. Eine Zeit lang lebte Hrabanus wahrscheinlich auch in Halberstadt, einem Ort, der heute zum Bistum Magdeburg gehört. Kardinal Albrecht ließ seine sterblichen Überreste 1515 nach Halle überführen. Von dort kamen sie später nach Aschaffenburg. Heute sind sie verschollen.