Quelle: pfarrbriefservice.de
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Miteinander leben

 

Das geht an keinem von uns spurlos vorbei: Wir alle müssen erfahren, dass Menschen um uns – vielleicht auch ich selbst – hemmungsloser werden und rücksichtsloser. Hier Beispiele aufzuzählen, scheint mir müßig …

 

Es kann uns gut tun, einmal wieder über das nachzudenken, was viele mit dem Wort „Anstand“ zu fassen versuchen. Wie wir gut und glücklich miteinander zusammenleben können.

 

Anstand, das klingt in meinen Ohren zunächst ziemlich verstaubt. „Benimm dich anständig“, höre ich meine Mutter. Und: „Gib anständig die Hand!“ Dennoch scheint mir das Wort heute aktueller denn je und wert, sich damit auseinanderzusetzen.

 

In ansprechender Weise macht das Axel Hacke in seinem Buch mit dem etwas sperrigen Titel: „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“. Ich empfinde es als sehr lesenswert und gehe es in diesen Tage ein zweites Mal durch. Nur ein Zitat daraus möchte ich Euch und Ihnen hier mit auf den Weg geben:

 

„Unter Anstand würde ich einen Sinn für Gerechtigkeit verstehen, auch ein grundsätzliches Gefühl der Solidarität mit anderen Menschen, für Fairness, also für den Gedanken, dass man sich an die Regeln auch dann hält, wenn mal gerade keiner guckt, für Ehrlichkeit also und Offenheit, auch sich selbst gegenüber: Und Aufrichtigkeit: zu handeln und zu reden ohne Hintergedanken. Fähig zu sein, das eigene Reden und Handeln kritisch zu sehen. Und den Willen zu haben, sich an diese Gebote zu halten, so gut es geht.“

 

  • Auf das Buch hatte ich ja kürzlich schon hingewiesen: Mehr erfahren