Dietrich Bonhoeffer mit Schülern im Frühjahr 1932
Dietrich Bonhoeffer mit Schülern im Frühjahr 1932 | Quelle: Bundesarchiv/Wikipedia

Nationalismus

 

 

Am Ende einer Woche, in der ein namhafter Politiker der AfD in unserem Land Menschen ungestraft als Kameltreiber und Kümmeltürken diffamiert und sie zudem noch als Gesindel bezeichnet, möchte ich Ihnen und Euch einen Gedanken des evangelischen Märtyrers Dietrich Bonhoeffer mit in die neue Woche geben: Ohne Gott bleibt der Mensch in sich selbst gefangen. Ohne Gott sieht er immer nur sich selbst, auch wenn er anderen begegnet. Nationalismus ist darum der blinde, selbstverliebte Egoismus eines ganzen Volkes. Es bleibt verschlossen in sich selbst. Es kann nicht mehr über die eigenen Vorurteile hinauskommen und wird zur Gefahr.

 

Für Bonhoeffer ist es darum besonders wichtig, dass wir in unserem Glauben immer auf Gott hin unterwegs sind. Auf Gott hin, der immer so ganz anders ist… Nur so sind wir auch bereit zu lernen und neue Erfahrungen zu machen selbst dann, wenn uns eigene Vorurteile und Abneigungen im Weg stehen.

 

Ist das nicht ein guter Vorsatz in die Österliche Bußzeit: Auf Gott hin, der immer größer ist, unterwegs sein. Abneigungen gegenüber anderen überwinden, auf sie zugehen und neue Erfahrungen mit unseren Mitmenschen suchen und zulassen. Das Göttliche in ihnen entdecken.