Neue Freiheit gewinnen

Die meisten von Euch haben mein Armband irgendwann schon mal wahrgenommen: Perlen des Glaubens. Manchmal sage ich im Scherz, „Hier, die blaue Perle, das ist die wichtigste. Die Perle der Gelassenheit.“ Vielleicht ist die eine oder andere Perle ja doch wichtiger…; ohne Gelassenheit aber wird das Leben schwer.

 

Am Ende seines Essays über das Lassen schreibt der Benediktiner Basilius Doppelfeld einige Zeilen über die Gelassenheit. Mir erscheinen sie so ansprechend und gehaltvoll, dass ich Euch ein paar Gedanken davon in den nächsten Wochen weiterschenken möchte.

 

Am Beginn des letzten Kapitels „Gelassenheit – die Frucht des Loslassens“ schreibt Pater Basilius: „Wer losgelassen hat, was ihn fesselte, wer sich gelöst hat aus falscher Abhängigkeit, der macht die Erfahrung einer neuen Freiheit: der Gelassenheit.

 

Das Lassen ist der letzte von drei Schritten, und es eröffnet zugleich den Anfang eines neuen Weges: Wer losgelassen hat und dabei gelassen geworden ist, kann neu anfangen. Es ist wie ein neues Leben, und diese Chance will behütet und genutzt werden.“ Dabei gelte es, keine Angst zu haben, sondern mit Gottvertrauen das Neue zu wagen. Pater Basilius weiter: „Die Angst ist kein guter Gefährte für den Lebensweg; sie ist genau das Gegenteil der Gelassenheit.“ In diesem Sinn wünsche ich Euch von Herzen Mut, Altes zu lassen und Neues mit Gottvertrauen zu beginnen!

 

Doch wie schaffe ich es, gelassen zu werden, wie erwirbt man Gelassenheit? Einige Worte dazu gibt es dann in einer Woche.