Geht zu den Lebenden!

Trocknet die Tränen der Trauernden!

 

Der Tod ist besiegt.

Für immer!

 

Liebe Studierende,


diese Zeilen eines Gedichts von Gisela Baltes gehen mir durch den Kopf. Sie haben mich mit einem Gruß der Benediktiner des Klosters Huysburg erreicht; einem Gruß, den die Brüder verschickt haben, weil wir in diesem Jahr nicht zu ihnen kommen konnten.

 

In diesen Tagen ist es besonders wichtig, einander beizustehen und an der Hoffnung festzuhalten, die das Ostereignis uns schenkt.

 

Geht zu den Lebenden,

Trocknet die Tränen der Trauernden!

 

Aber wie kann das in Tagen eines Kontaktverbots aussehen? Phantasie und Einfallsreichtum sind gefragt oder einfach nur mal fragen... Sicher kennt Ihr alle Menschen, die unter den aktuellen strengen Regeln leiden. Die vielleicht in Quarantäne sind oder sich nicht aus ihrer Wohnung trauen:

 

Geht zu den Lebenden,

Trocknet die Tränen der Trauernden!

 

In diesen nicht einfachen Tagen dürfen wir mit dem Autor des 23. Psalms beten: „…ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir“. Die Zusage Gottes an uns, dass ER da ist – immer! Auch über den Tod hinaus. Ostern schenkt uns diese Zusage in besonderer Weise und lässt uns erfahren, dass Tod und Traurigkeit nicht das letzte Wort in unserem Leben haben. Geht zu den Lebenden, denn dort ist er zu finden.

 

In einer Zeit voller Unsicherheit und Ungewissheit dürfen wir doch auf die Nähe Christi vertrauen. Unser Glaube an seine Auferstehung schenkt uns Hoffnung: Es geht weiter und auch wir sind verantwortlich für die Gestaltung des Lebens hier auf unserer Erde.

 

Ich wünsche Euch und Euren Angehörigen

die Kraft und Zuversicht des Auferstanden.

Feiert trotz allem ein hoffnungsvolles, segensreiches Osterfest.

 

Auf ein Wiedersehen und in Gedanken und Gebet bei Euch

Euer Thomas