Osterfeuer
Die Flamme weitergeben ...

Thomas & Paul

 

 

In einer Woche feiern wir unser Patfest. Für die KSG das 70. und mein erstes. Ich freue mich sehr darauf und bin gespannt… Überhaupt waren die vergangenen Monate für mich in vielerlei Hinsicht eine Freude. Darum hier einmal ein herzliches Danke für die Aufnahme und Begleitung bis heute und auch für Rücksichtnahme und Verständnis, wenn es bei mir mal gehakt hat!

 

Für mich ist diese noch neue Aufgabe auch in geistlicher Hinsicht ein Gewinn. Ich bete und singe gerne mit Euch, freue mich jeden Mittwoch auf die gemeinsame Heilige Messe und genieße Austausch und Anregung in unseren Glaubensgesprächen. Auch die gemeinsamen Kar- und Ostertage sind mir noch in bester Erinnerung.

 

Und schließlich ist da das Wort unseres Patrons Thomas Morus. Ich habe darüber immer wieder nachgedacht:

Tradition ist nicht
das Halten der Asche,
sondern
das Weitergeben
der Flamme
.

 

Das Wort – im ersten Moment so klar – gibt doch viele Fragen mit auf den Weg. Fragen, auf die es möglicherweise keine fertigen Antworten gibt und – so meine ich – auch gar nicht geben sollte.

  • Vor allem: Was ist das eigentlich „Tradition“?
  • Was brennt da? Unser Herz, wie bei den Emmaus-Jüngern?
  • Brennt bei mir überhaupt etwas?
  • Wie geben wir das Feuer weiter und an wen?
  • Was kann und muss ich tun, um die Flamme am Lodern zu halten?

 

Auf keinen Fall können und dürfen wir alles weitergeben, was wir mit uns herumtragen. Was uns vielleicht aufgehalst wurde. Auch manches, das unsere Eltern und Großeltern immer noch hochhalten.

 

Es gibt dieses wunderbare Wort des Apostels Paulus am Ende des ersten Thessalonicher-Briefs:

 

Löscht den Geist nicht aus!
Verachtet prophetisches Reden nicht!
Prüft alles und behaltet
das Gute!
Meidet das Böse in jeder Gestalt!

 

Dieses Wort korrespondiert wunderbar mit dem Morus zugeschriebenen Zitat. Beides gehört für mich unbedingt zusammen. Wenn ich über das Paulus-Wort nachdenke, finde ich erste Antworten auf meine Fragen.

Foto: pfarrbriefservice | peter weidemann