Wagt Vertrauen

 

Unser Gottesdienst zum Ende des Wintersemesters hat im Mittwoch den Psalm 23 in den Blick gerückt; den Psalm vom guten Hirten.

 

Was mich an diesem jahrtausende alten Text anspricht, ist das große Vertrauen, das der Beter äußert. Er ist gewiss: Gott ist unser guter Hirte. Er kennt uns. Er kennt mich und sieht mir ins Herz. Mein Leben liegt in seinen Händen. So lange ich ihm traue und auf ihn baue, wird mein Leben gelingen.

 

Wir sehr wünsche ich mir immer wieder dieses Vertrauen… Meine Schwäche lässt mich zu oft zweifeln.

 

Allerdings: Gott kann mit mir, andere Pläne haben, als ich selbst. Vielleicht sieht mein gelingendes Leben anders aus, als ich mir das heute vorstelle. Die Offenheit dafür ist, denke ich, geradezu notwendig.

 

Und so wünsche ich Euch von Herzen diese Bereitschaft: Seid nie fertig, sondern seid immer bereit, unserem guten Hirten zu folgen. Vertraut ihm auf dem weiteren Weg ins Leben. Auch dann, ja gerade dann, wenn es durch ein finsteres Tal geht.

 

Um es mit Dietrich Bonhoeffers Worten zu sagen, die er nur wenige Wochen vor seiner Hinrichtung geschrieben hat: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

 

In diesem Sinn Kraft für anstehende Prüfungen und eine gute Pause zwischen den Semestern!