Alte Logik durchbrechen

 

Liebe Studierende,

 

in seinem Schreiben „Laudato si“ lädt Papst Franziskus uns eindringlich zum „Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten“ ein. Mich treibt diese Enzyklika nach wie vor um. Es kann uns einfach nicht egal sein, wie wir mit Gottes wunderbarer Schöpfung umgehen, was wir daraus machen und was wir unseren Nachkommen hinterlassen.

 

Die Enzyklika, so schreibt Christiane Florin im Vorwort einer deutschen Ausgabe, „lehrt Achtsamkeit, Ganzheitlichkeit und Gerechtigkeit“. In „Laudato si“ schreibe ein „gottesfürchtiger Mann, der die Welt nicht mehr versteht und sie doch in verständlichen Worten beschreibt“. Und er wendet sich dabei nicht nur an Katholiken, sondern „Angesichts der weltweiten Umweltschäden“ will er sich „an jeden Menschen wenden, der auf diesem Planeten wohnt“ (LS 3).

 

Einprägsam und ermunternd sind für mich Worte wie dieses: „Eine ganzheitliche Ökologie ist auch aus einfachen alltäglichen Gesten gemacht, die die Logik der Gewalt, der Ausnutzung, des Egoismus durchbrechen. Indessen ist die Welt des wütenden Konsums zugleich die Welt, in der das Leben in all seinen Formen schlecht behandelt wird“ (LS 230).

 

Welche Gesten, was ist mir möglich? Wo und wie kann ich diese „Logik der Gewalt, der Ausnutzung, des Egoismus“ durchbrechen? Wie kann ich der „Welt des wütenden Konsums“ etwas entgegensetzen?

 

Da ist sicher viel mehr möglich, als einem im ersten Moment einfällt… Ich muss mich nur aufraffen, denke ich, immer wieder. | Gebet für unsere Erde