Nicht unter unserer Würde

 

„Besinnen wir uns darauf, dass Gott uns selbst und jeden anderen Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat und liebt. Bemühen wir uns um ein anständiges und friedliches Miteinander!“ Das schreibt unser Bischof Dr. Gerhard Feige in diesem Jahr in seinem Fastenwort. Überschrieben hat er es „Nicht unter unserer Würde“.

 

Ich habe mich sehr gefreut, als das Schreiben an die Gemeinden im Bistum Magdeburg am vergangenen Sonntag verlesen wurde. Denn die zunehmende Verrohung unserer Gesellschaft macht mir schon sehr zu schaffen. Hasskommentare wo man geht und steht; Unfähigkeit und Unwille, einander zu hören, geschweige denn verstehen zu wollen… Und auch wir Christen sind davor nicht gefeit.

 

Die Österliche Bußzeit bietet nun jeder und jedem von uns eine Gelegenheit, so der Bischof, „sich wieder einmal auf das zu besinnen, was allen Menschen eigen sein müsste: mit Anstand zu leben.“ Als Christen, schreibt er, sehen wir uns unter dem Anspruch der Frohen Botschaft Jesu ganz besonders dazu „herausgefordert, achtsam miteinander umzugehen und für eine Kultur einzutreten, die Achtung und Liebe auch denen gewährt, die in gesellschaftlichen, politischen oder auch religiösen Fragen anderes denken oder handeln als wir“.

 

Ich lade Sie und Euch ein, diesen Gedanke – vielleicht am Sonntag – mal etwas nachzugehen und vielleicht auch das ganze Fastenwort des Bischofs zu lesen. Es lohnt.