Wo der Himmel ist

Erwachsener gibt Kind einen Apfel
Foto: Michael Weidemann | pfarrbriefservice.de

Am Donnerstag haben wir „Christi Himmelfahrt“ gefeiert. Vermutlich gibt es nur wenige Feste mit einem so überholten und wenig zutreffenden Namen. Christliche Frömmigkeit und Brauchtum haben aus dem, was uns die Bibel da sagen will, so etwas gemacht wie einen Fahrstuhl Jesu in das Blau über uns. Es soll ja sogar Kirchen geben, in denen am Himmelfahrtstag eine Christusfigur durch die Kirchendecke in den Dachboden gezogen wird…

 

Treffender ist es da, denke ich, von der Heimkehr Christi in die Herrlichkeit des Vaters zu sprechen. So schlagen es einige Theologen vor. Obwohl das auch ziemlich sperrig klingt.

 

Doch was wir an „Himmelfahrt“ feiern, ist eben nicht ein Weggehen oder Verschwinden Jesu. Er verlässt uns nicht. Vielmehr ist Jesus uns nähergekommen. Denn: Die Herrlichkeit Gottes, die Herrschaft Gottes, das, was wir gemeinhin „Himmelreich“ nennen, dieser „Ort“ ist in uns, über uns, neben, vor und hinter uns, wir sind mittendrin.

 

Der Himmel, die Herrschaft Gottes auf Erden, das Reich der Himmel, es hat mit der Auferweckung Jesu begonnen. Himmel ist dort, wo Gott und Mensch zusammenkommen. Wo wir die Liebe Gottes zu uns annehmen. Wo das Wesen Gottes und das Wesen des Menschen sich berühren.

 

„Himmel“ ist die Dimension des Seins, die wir heute noch nicht sehen. Wir können sie aber erfahren… und wir können sie glauben. Wir können sie glauben aufgrund von Zeugen – Frauen und Männern – die für ihre Erfahrung des Auferstanden alles gegeben haben, mitunter ihr Leben. Ich wünsche Euch die Kraft, diesem Zeugnis zu vertrauen. >>> Wo ist nur der Himmel >>> mal reinhören!