Wo alles dunkel ist, macht Licht!

Bald feiern wir Pfingsten. Ich mag dieses Fest. Im Religionsunterricht habe ich gelernt, dass wir da den Geburtstag der Kirche feiern. Nun ja, vermutlich kann man das so sehen… Mir ist ein anderer Gedanke wichtig: Die Menschen, die Jesus nach seinem Tod als lebendig erfuhren, müssen noch einmal etwas unfassbar Großes erlebt haben.

 

Bis dahin saßen sie mehr oder weniger eingeschüchtert in Jerusalem zusammen. Zwar hatten sie Jesus als den Auferstandenen erfahren, aber irgendwie blieb das ohne großartige Wirkung.Und dann: Unglaubliche Begeisterung, die Apostel und Jünger|innen geraten außer sich, außer Rand und Band, sind begeistert! Die Apostelgeschichte findet dafür die Bilder von Sturm und Feuer. Und was ist das doch großartiges und Ehrfurchtgebietendes >>> ein Feuer im Sturm!

 

Jetzt gibt es für diese Urgemeinde kein Halten mehr. Jetzt müssen sie von Jesus erzählen und brechen auf, um so vielen Menschen wie möglich von Ihrer Erfahrung mit dem Gottessohn zu erzählen, um Zeugnis zu geben.

 

Habt Ihr Euch schon einmal bewusst gemacht: Auch ich habe diesen Geist! Er ist mir geschenkt und will wirk-mächtig sein.

 

Der Theologie Wolfgang Trilling schreibt dazu in einem Buch über den Apostel Paulus:

 

„Die Frage, die sich mir aufdrängt, ist, ob die paulinische Überzeugung, Gottes Geist zu haben als Kraft zum Vollbringen, von uns wirklich angenommen und erprobt worden ist…Er (Paulus) weiß um jene geheime Kraft in uns, die zum Erfüllen hin drängt und treibt…
Vielleicht hängt damit, dass wir diese Dimension weithin vergessen oder verloren haben, gar zusammen, dass sich so viel Mittelmäßigkeit, Bescheidung mit Erreichbar-Scheinendem, Kompromissgewohnheit, dass sich oft so wenig Strahlkraft bei uns Christen findet?“

 

Habe den Mut, an den Geist Gottes in Dir zu glauben. An diese unfassbare Kraft, die Dir zugesagt ist. Habe den Mut, darauf zu vertrauen, dass er Dich stärkt und gelingen lässt, was Du an Gutem beginnst!

 

Und hier noch ein Lied zum Hören und Weiterdenken. Dazu, denke ich, haben und brauchen wir Gottes Geist.
Der Text ist von dem Dichterpriester Lothar Zenetti, der uns viele gute Lieder geschenkt hat. Hier sehr eindrücklich vorgetragen von Konstantin Wecker >>>