Du  h a s t  den Geist Gottes

Feuer

 

An diesem Wochenende feiern wir Pfingsten. Oft geht das Fest neben Weihnachten und Ostern ein wenig unter. Dabei istdas Pfingst-Ereignis kaum weniger wichtig.

 

Mich bewegt vor allem dieser Aspekt: Die Menschen, die Jesus nach seinem Tod irgendwie als lebendig erfuhren – das Neue Testament schildert uns das ja auf seine Weise in sehr einprägsamen Bildern und Erzählungen – diese Menschen müssen noch einmal etwas unfassbar Großes erlebt haben.

 

Nach den Auferstehungs-Erfahrungen war Jesus nicht mehr bei ihnen, so dachten sie: fort, bei seinem, bei unserem Vater. Sie saßen nun recht eingeschüchtert in Jerusalem zusammen. Obwohl sie Jesus doch als Todesüberwinder erfahren hatten, war das alles ziemlich wirkungslos geblieben. Keine Revolution, kein neues Reich hier auf Erden, eigentlich war doch alles wie vorher. Und nun war er weg…

 

Doch dann: Unglaubliche Begeisterung, die Apostel und Jünger|innen geraten außer sich, außer Rand und Band, sind be-geistert! Die Apostelgeschichte findet dafür die Bilder von Sturm und Feuer. Und was ist das doch großartiges und Ehrfurchtgebietendes >>> ein Feuer im Sturm!

 

Jetzt gibt es für diese Urgemeinde kein Halten mehr. Jetzt müssen sie von Jesus erzählen und brechen auf, um so vielen Menschen wie möglich von Ihrer Erfahrung mit dem Gottessohn zu erzählen, um Zeugnis zu geben.

 

Habt Ihr Euch schon einmal bewusst gemacht: Auch ich habe diesen Geist! Er ist mir geschenkt und will wirk-mächtig sein.

 

Der Theologe Wolfgang Trilling schreibt dazu in einem Buch über den Apostel Paulus: „Die Frage, die sich mir aufdrängt, ist, ob die paulinische Überzeugung, Gottes Geist zu haben als Kraft zum Vollbringen, von uns wirklich angenommen und erprobt worden ist…Er (Paulus) weiß um jene geheime Kraft in uns, die zum Erfüllen hin drängt und treibt…
Vielleicht hängt damit, dass wir diese Dimension weithin vergessen oder verloren haben, gar zusammen, dass sich so viel Mittelmäßigkeit, Bescheidung mit Erreichbar-Scheinendem, Kompromissgewohnheit, dass sich oft so wenig Strahlkraft bei uns Christen findet?“

 

Habe den Mut, an den Geist Gottes in Dir zu glauben!
An diese unfassbare Kraft, die Dir zugesagt ist.
Habe den Mut, darauf zu vertrauen, dass er Dich stärkt und gelingen lässt, was Du an Gutem beginnst!